Frauenrechte und Teilhabe an Friedensprozessen stärken

28. April 2015 | Menschenrechte

Heute, am 28. April 2015 begeht die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF) ihr 100-jähriges Jubiläum. Die WILPF gründete sich mitten im Ersten Weltkrieg, um sich gegen jegliche Form von Gewalt und Krieg zu engagieren. Heute ist dieses Anliegen aktueller denn je. Die Umsetzung der UN-Resolution 1325 ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels.

Ute Finckh-Krämer MdB, zuständige Berichterstatterin; Gabriela Heinrich MdB, zuständige Berichterstatterin:

„Vor 100 Jahren, im April 1915, gründete sich im Friedenspalast in Den Haag die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit. Die WILPF, mit über 40 nationalen Sektionen auf allen Kontinenten die größte Frauen-Friedensorganisation der Welt, feiert heute an gleichem Ort diesen runden Geburtstag.

Mit Jane Addams 1931 und Emily Greene Balch 1945 haben zwei Aktivistinnen aus den Reihen der WILPF den Friedensnobelpreis erhalten. Im Jahr 1948 erhielt die WILPF den beratenden Status für Nichtregierungsorganisationen bei den Vereinten Nationen. Das unermüdliche Engagement verdient unsere Hochachtung und unseren Dank.

Die Ziele der WILPF bleiben angesichts der zahllosen Gewaltkonflikte weltweit und deren verheerenden Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung aktuell: Ein Zusammenleben in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, gleichberechtigte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen, insbesondere auch die Ermächtigung von Frauen auf allen politischen Ebenen als Akteurinnen des Friedens. Diesen Zielen fühlt sich die SPD-Bundestagsfraktion verpflichtet.

Im Oktober 2015 jährt sich die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ zum 15. Mal. Erstmals beschlossen die Vereinten Nationen mit dieser Resolution eine völkerrechtlich bindende Vorgabe, Frauen an Friedensprozessen zu beteiligen. Die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung verabschiedete am 19. Dezember 2012 hierzu einen Nationalen Aktionsplan, die Resolution umzusetzen.

Auch wenn der Aktionsplan hinter den Erwartungen vieler Engagierter zurückblieb, ist es dennoch umso wichtiger, ihn 2015 und darüber hinaus mit Leben zu füllen: Im Parlament, in den Vereinten Nationen und – vor allem - in den Konfliktländern dieser Welt.“

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