Gewalt gegen weibliche Flüchtlinge verhindern

24. November 2015

Der Internationale Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bietet Gelegenheit, auf die besondere Verletzlichkeit und die weit verbreitete Traumatisierung weiblicher Flüchtlinge hinzuweisen. Frauen, die auf der Flucht sind, sind besonderen Risiken ausgesetzt, werden leicht Opfer von Vergewaltigungen und von sexuellen Übergriffen, insbesondere dann, wenn sie alleine unterwegs sind.

Frauen sind weltweit stärker von Menschenrechtsverletzungen betroffen als Männer. Für Frauen gibt es in Konflikten besondere Gründe zu fliehen, weil sie mehr als Männer von Gewalt, vor allem von sexualisierter Gewalt, betroffen sind. Die SPD-Bundestagsfraktion weist darauf hin, dass die Ziele der UN-Resolution 1325 – die politische Einbindung von Frauen und ihr Schutz vor Gewalt – angesichts der vielen bewaffneten Konflikte und zerfallenen Staaten wichtiger sind denn je.

In der aktuellen Flüchtlingsdebatte kommen die Risiken und die besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen zu wenig zur Geltung. Drei Friedensnobelpreisträgerinnen reisten im November 2015 entlang der Balkanroute und waren entsetzt über Vergewaltigungen, Versklavung und Traumatisierung entlang der Flüchtlingsrouten.

Viel zu oft werden die – meist männlichen – Täter nicht bestraft. Traumatisierung und Scham bringen es mit sich, dass Frauen Angst haben, über erlittene Verbrechen zu sprechen. Wir dürfen nicht wegsehen, sondern müssen eine gezielte Traumabewältigung und geschützte Räume Teil unserer Willkommenskultur werden lassen.

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