Weltmigrationsbericht weist auf Ausmaß der Urbanisierung hin

28. Oktober 2015

Der neue Weltmigrationsbericht 2015 der Internationalen Organisation für Migration (IOM) rechnet damit, dass die Zahl der Stadtbewohner in Entwicklungsländern rasant zunehmen wird. Die SPD-Bundestagsfraktion spricht sich dafür aus, diese Urbanisierung stärker mithilfe der Entwicklungspolitik zu gestalten.

Laut dem Weltmigrationsbericht hat die Zahl der Millionenstädte in Afrika südlich der Sahara von einer im Jahr 1960 auf 33 im Jahr 2010 zugenommen. Diese Entwicklung wird sich – vor allem in Afrika und Asien – fortsetzen. Die Zahl der Stadtbewohner wird von derzeit 3,9 Milliarden auf 6,4 Milliarden im Jahr 2050 steigen.

Viele der kleinen und mittleren Städte in Entwicklungsländern haben nicht die Kapazitäten, das rasante Wachstum erfolgreich zu gestalten. Wenn die Urbanisierung planlos erfolgt, droht Slumbildung. Slums entstehen häufig an unsicheren Hanglagen und in Überflutungsgebieten, wo sie besonders von Naturkatastrophen bedroht sind. Die globalen Klimaziele können nicht erreicht werden, wenn die neuen und schnell wachsenden Städte nicht auf Energieeffizienz, kompakte Stadtplanung und nachhaltige Energieversorgung setzen.

Mit dem Antrag „Entwicklungspolitische Chancen der Urbanisierung nutzen“ (DS 18/4425) haben wir die Bundesregierung aufgefordert, stärker die partizipative Stadtplanung, den Aufbau kommunaler Selbstverwaltung sowie Dezentralisierung in Entwicklungsländern zu unterstützen. Diesen Weg müssen wir weitergehen, auch in Hinblick auf die HABITAT III-Konferenz im nächsten Jahr, auf der eine „New Urban Agenda“ beschlossen werden soll.

  • 27.05.2016, 20:00 Uhr
    Wirtin für einen Abend - Wir feiern die Menschenrechte | mehr…
  • 28.05.2016, 19:00 – 21:30 Uhr
    Benefiz Open Air Konzert für Kasha | mehr…

Alle Termine

An- oder abmelden ganz einfach – mit dem BayernSPD-Konto.

BayernSPD-Konto